Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist meine Heimat und hier habe ich die meisten Friedhöfe mit der Kamera besucht.

Jüdischer Friedhof in Freudental mit 435 Gräbern. Manche Grabsteine weisen Symbole auf, die die Stellung sowie die Aufgaben des Verstorbenen innerhalb der religiösen Gemeinschaft aufzeigen: Priester, Hornbläser, Beschneider.

Dieser Friedhof wurde 1882 angelegt und steht unter Denkmalschutz. Es gibt viele alte Bäume, Grünflächen und umher tollende Eichhörnchen. Der Friedhof ist der größte der Stadt und es gibt neben klassischen Reihengräbern auch anonyme Urnengräber, Schmetterlingsgräber und Soldatengräber. Ebenso Ehrengräber wie die vom bekannten Industriellen Knorr.

Dies ist der kleinste Friedhof, den ich kenne. Dieser liegt hoch oben auf dem Michaelsberg, ihm zu Füßen liegt der Erlebnispark Tripsdrill. Der Friedhof beherbergt als Besonderheit eine Gedenkstätte für nicht bestattetes menschliches Leben. Menschen, die nicht von ihren Liebsten Abschied nehmen konnten (z. B. bedingt durch einen Flugzeugabsturz oder Fehlgeburt), finden hier einen Ort für ihre Trauer.

Bei Regen auf den Friedhof? Warum nicht! Ich entdeckte Weinbergschnecken, die auf Grabsteinen entlang krochen. Zudem sah eine Frauenstatue so aus, als würde sie weinen ...

Noch nie zuvor hatte ich ein Kindergrab gesehen, dass so liebevoll geschmückt ist: Stofftiere, Spielzeugautos, Schwimmenten samt Teich, unzählige Engel, eine Blumengirlande in Deutschlandfarben (Foto entstand im EM-Jahr 2016) sowie handschriftliche Erinnerungen lassen sichtbar werden wie schmerzlich der Verlust des kleines Jungen für die Angehörigen ist.

In recht zentraler Nähe liegt der Nikolaifriedhof in Schwäbisch Hall. Die Bundesstraße 19 trennt diesen in zwei Hälften. Es gibt viele alte und zugleich denkmalgeschützte Gräber, einen Soldatenfriedhof und Gräber von Diakonissen. Die Aufnahmen sind im Herbst 2014 enstanden.

In diesem Friedwald bei Heilbronn kann man zwischen verschiedenen Baumarten als letzte Ruhestätte wählen: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche, Kirsche, Lärche, Linde, Roteiche u.a.

Ein klassischer deutscher Friedhof: alles in Reihe und aufgeräumt. An diesem Tag, im Februar 2010, war er aber zum Glück noch nicht vom Schnee geräumt worden.